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Scarred for life - Asylum 45 PDF Print E-mail
Saturday, 05 May 2007
Eine neue Hoffnung für den gar nicht mehr so sehr alternativen Metal gibt es in Gestalt von NON-DIVINE aus den Niederlanden. Das Promosheet erzählt was von NICKELBACK (passt schon) und METALLICA (passt weniger), vor 10 Jahren hätte man vielleicht 'True-Metal-Version von PEARL JAM' dazu gesagt. Aber so abgedroschen wie das klingt, ist die Mucke von NON-DIVINE absolut nicht.

NON-DIVINE bieten auf ihrem a) Debut- und b) auch noch Konzeptalbum in meinen Augen angenehm ins Ohr gehenden Modern Metal ohne Samples, Elektronik oder sonstigen Schnickschnack. Das Niveau der Songs, die bis auf wenige Ausnahmen (das unsäglich beschissene Trallalla-Metal-Ungemach 'New Die-Hard Vampire' zum Beispiel. So wie ich den Geschmack der tumben Masse kenne, wird das die erste Single. Manch einer weiß also, was einen hier erwartet...) gut funktionieren, ist durchgehend hoch, es gibt 'ne Menge schöne Melodien, die kitschfrei ins Ohr gehen und eine durchaus fette Atmosphäre, die dem Konzept, in jedem Song die Geschichte eines anderen 'Irren' aus dem Asylum 45 zu erzählen durchaus dienlich ist. Das ist wirklich genial gemacht und super ausgeklügelt. Einerseits ist jeder Song zwar durchaus klassisch aber dennoch deutlich voneinander unterscheidbar gestrickt, andererseits passt doch alles zusammen, was vor allem am superben, klaren Gesang seitens Ivor van Beek liegt.

Die Produktion ist perfekt, sauber und druckvoll, so wie man es von Jacob Hansen (u.a. Raunchy, Mercenary, Communic) eben gewohnt ist. NON-DIVINE passen auch durchaus in die stilistische Schnittmenge dieser drei Bands, nur sehr viel weniger aggressiv. Man transportiert meist eher Resignation, was wiederum sehr gut zum Konzept passt. Dazu kommen viele geile, melodiöse Soli und der eine oder andere Chorus, der sich schnell zum angenehmen Ohrwurm entwickelt, ohne zu nerven. Es seien zur Orientierung mal die schöne Ballade (nix Trallala!) 'Sleep' oder das fette, mit schön melancholischem Chorus gesegnete 'Mended Doll' (Fetter Treffer!!!) genannt. Auch das abschließende, hymnische 'Sympathy' weckt, nun, Sympatie!

Kurz: NON-DIVINE haben ein geiles, wenn auch nicht unbedingt überragendes Album eingespielt, bei dem keine Fehler zugelassen wurden. Die Scheibe funktioniert durchgehend sehr gut und ist sowohl fürs nebenherhören beim Autofahren als auch für die Kopfhörersession geeignet. Wer hochwertige Kost mag, die durchaus anspruchsvoll ist, einem aber dennoch nicht allzuviel in Sachen Gewöhnung und 'Reinhören' abverlangt, ist mit 'Asylum 45' gut bedient. 8,5 von 10 würd ich geben, hätten wir ein Punktesystem! Aber mal 'ne Frage am Rande: wen interessiert eigentlich, ob eine Band irgendwelche Contests gewinnt? Sind wir im Metal auch schon bei DSDS angelangt?

8,5 von 10 punkten

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Friday, 21 November 2008 
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