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Rock Times e-zine - Asylum 45 PDF Print E-mail
Sunday, 01 April 2007
Non-Divine / Asylum 45

Wenn eine Band künstlerisch anspruchsvoll sein will, erstellt sie ein Konzeptalbum. So geschehen bei den holländischen Newcomern Non-Divine, die das mit ihrem Debütalbum "Asylum 45" praktizieren. Dass der Schuss ein wenig nach hinten los geht, steht auf einem anderen Blatt.

Die Geschichte der Platte handelt von den Patienten einer Irrenanstalt (eben Asylum 45), die von ihren mentalen Problemen erzählen. Dass man mit diesem Ansatz keinen Innovationspreis gewinnt, ist natürlich klar, zumal es schon bessere Geschichten auf Konzeptplatten gab (man erinnere sich an Queensryches "Operation: Mindcrime", was natürlich in keinem musikalischen Zusammenhang steht). Dafür ist es jedoch gut umgesetzt, vor allem die Texte, die man dank ihrer Geradlinigkeit auf Anhieb versteht, passen sich hervorragend ein.

Doch kommen wir zum Wesentlichen: der Musik. Non-Divine zocken eine Stilmischung, die sich zwischen sattem Rock, klassischen Heavy-Metal und dezentem Alternative bewegt. Die Lieder an sich kommen sehr druckvoll und direkt aus den Boxen. Das mag unter anderem an der fetten Produktion des Dänen Jacob Hansen (u.a. Mercenary oder Hatesphere) liegen, der die Scheibe auch gemastert hat.

Die Songs, alle mit einem dicken Rhythmus versehen, funktionieren nach Schema X (Einleitung, Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Bridge, Refrain), und fast jedes Lied endet mit einem Gitarrensolo. Ein besonderes Lob geht an Drummer Ruben Viets, der mit dezenten Synthies und Samples die Atmosphäre der Scheibe verdichten kann. Als guten Anspieltipp würde ich "Mended Doll" nennen, das meiner Meinung nach die Platte am besten in ihrer Gesamtheit repräsentiert. Nur "Sleep" und das Instrumental "Love Loss" tanzen dank ihrer ruhigen Attitude ein wenig aus der Reihe.

Alles in allem bleibt ein fast schon überambitioniertes Werk eines hoffnungsvollen Newcomers. Außerdem würde der nächsten Platte ein wenig mehr kompositorische Tiefe sicher gut zu Gesicht stehen, im Gegensatz zu diesem leicht glatt gebügelten Silberling. Das klingt vielleicht schizophren, würde aber besser zum Konzept passen! SOURCE
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Friday, 21 November 2008 
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